Die üblichen Ansätze, um die Probleme sozial zu lösen

Einerseits gibt es gesetzliche Regelungen, um krasse unsoziale Verwerfungen einzudämmen: Mietspiegel, Mietpreisbremse, Begrenzung der Umlagen (darüber wurde bereits berichtet). In ihrer Gesamtheit stellen sie einen sehr blauäugigen Versuch dar, dem Markt Zügel anzulegen und Einfluss auf die Mietpreisentwicklung zu nehmen.

Andererseits gibt es eine Palette weiterer Möglichkeiten, um die Auswirkungen auf den Einzelnen – je nach seiner wirtschaftlichen Lage – zu dämpfen und ihn trotz begrenzter Einkommensverhältnisse ausreichend und gut zu versorgen. Dazu gehören:

Die finanziellen Mittel für Unterstützungsleistungen sind von den Kommunen bereitzustellen. Der Bund kann lediglich Ausgleichszahlungen an die Kommunen vornehmen.

Die Maßnahmen, insbesondere die finanziellen Leistungen sollen vordergründig die Unzufriedenheit bei Teilen der Bevölkerung dämpfen oder beseitigen. Keinesfalls sollen die Gewinn der Branche geschmälert werden. Es besteht aber gerade wegen dieser Zuwendungen die Gefahr, dass sich der hilfsbedürftige Teil der Bevölkerung vergrößert, weil die Mieten für immer mehr Bürger unbezahlbar werden, die bisher noch verschont blieben. Es brodelt auch in der Mittelschicht, weil sie selbst nichts abbekommen, aber die Hauptlast der Steuern zu tragen haben. Die Immobilienunternehmen selbst sind kaum betroffen. Man darf fast sicher sein, dass die Immobilienindustrie dieses soziales Engagement wohl zu schätzen weiß, eben weil sie so verständnisvoll und schonend behandelt wird.